Über mich


Wportraiter hätte gedacht, als ich 1960 in Montreal CA zur Welt gekommen bin, dass es dereinst so etwas wie ein Internet geben würde, und ich mich und meine Kunst darin präsentiere. Wohl die wenigsten Leute, und ich am allerwenigsten. Auch heute noch ist die Computertechnik nicht meine Welt, ich ziehe die Feder und den Pinsel der Tastatur und der Maus deutlich vor. Aber zum Glück muss man nicht alles selber machen. smiliey

Doch zurück nach 1960, damals hat mich all das wenig gekümmert, auch nicht, dass meine Familie nach kurzer Zeit wieder zurück in die Schweiz zog, wo ich seit 1962 lebe.

Durch Schule und Beruf kam ich natürlich mit dem Schreiben in Kontakt, und durch die Ausbildung zur Lehrerin vielleicht noch etwas ausgeprägter als viele Leute. Womöglich war ich als Tochter eines Kunstmalers und Grafikers sogar ein wenig vorbelastet, was meine Beziehung zu den 'Schönen Künsten' angeht, denn sie begleiten mein Leben, seit ich mich erinnern kann. Wie dem auch sei, also das Schreiben und die Kunst hatten immer schon einen wichtigen Platz in meinem Dasein.

Als Lehrerin hatte ich natürlich viel Gelegenheit, Schreiben und Schönschrift zu praktizieren. Aber mit Kalligraphie, wie ich sie heute verstehe, hatte das noch wenig zu tun. Dennoch hat es mir viel geholfen, wenn es später darum ging, exakte Buchstaben zu schreiben und neuen Schriften zu erlernen.

Auf der anderen Seite musste ich lernen, auch freier zu arbeiten, loszulassen, und die Feder oder den Pinsel nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Bauch und dem Herzen zu führen. Hier konnte ich vor allem von meinen Erfahrungen als Mutter und Familienfrau profitieren. Im Spannungsfeld zwischen einem Ehemann und zwei Söhnen war oft auch nicht nur der Kopf gefragt, sondern viel mehr das Herz und das Bauchgefühl.

So hat jeder Lebensabschnitt einen Einfluss auf meine Arbeit, und ich bin froh, all diese Erfahrungen in meinem Rucksack zu haben. Denn wie ein guter Rotwein musste die Idee, mich tiefer mit der Kunst und im Speziellen mit der Kalligraphie auseinanderzusetzen, erst reifen, bevor aus Faszination und Hobby eine Leidenschaft wurde. Dabei war und ist es für mich am Schönsten, wenn ich meine Freude und Begeisterung mit anderen teilen kann.

Seit 2007 widme ich mich intensiv verschiedenen Sparten der Kunst, die mich besonders begeistern. Sei es westliche oder asiatische Kalligraphie, sei es Papierschnitt oder Tuschemalerei, sei es Drucken, Zeichnen, Malen oder Gestalten. Mit jedem Thema, in das ich mich einarbeite, kommen fünf weitere dazu, und ich habe das Gefühl, ich stehe auch nach Jahren erst am Anfang einer langen Reise.